Villa Seinerzeit
Um 1780, als Monschau noch vom Tuchhandel lebte, entstand am Rurufer eines der herrschaftlichsten Häuser der Altstadt. Fünf Geschosse, klassizistisch, rückseitig an den Felshang gebaut. Gut zweihundert Jahre wohnten hier Notare, Ärzte und Tuchfabrikantenfamilien, dann stand es leer – die Räume noch vollständig möbliert, viele Zimmer seit Jahrzehnten unbenutzt –, als die Architektin Sandra Stuppi-Bartsch und der Geograph Oliver Bartsch es 2021 zum ersten Mal betraten. Vier Jahre lang legten sie frei, was unter Tapeten und Verkleidungen verborgen lag: Fachwerk, Bruchstein, alte Eiche, Kalkputze in Meerblau und zartem Grün, die heute die Farben des ganzen Hauses vorgeben. Türen und Sprossenfenster wurden restauriert, alte Dielen zu maßgefertigten Einbauten. Drei Ferienwohnungen sind so entstanden, für zwei bis sechs Personen, jede mit eigener Handschrift – mal roher Lehmputz und Kaminofen, mal Stuckdecke und Originalgemälde. In mehreren Schlafzimmern blieben alte Wandnischen erhalten, einst Kühlkammern, in denen der Naturstein Speisen das ganze Jahr über kühl hielt; heute, beheizt und beleuchtet, sind sie ein Platz, an den man sich gern mit einem Buch zurückzieht. Zu jeder Wohnung gehört ein Garten am terrassierten Südhang, teils über einen Steg erreichbar. Zwischen Lavendel, alten Bruchsteinmauern und Fels geht der Blick über die Rurauen zur Altstadt und zum Aukloster. Sandra und Oliver haben das Haus nicht neu erfunden. Sie haben ihm gut zugehört, das Vorhandene wiederentdeckt und Neues mit sicherem Blick ergänzt. Wer hier übernachtet, sieht das an jedem Detail.
Das mögen wir:
- das Nebeneinander von historischer Substanz und zurückhaltender, moderner Einrichtung
- dass beim Umbau Altes weitergenutzt wurde, statt es zu entsorgen – freigelegter Strohlehm wanderte zurück in die Wände, alte Eichendielen wurden zu Einbauten
- Möbel und Antiquitäten aus dem ursprünglichen Haus wurden aufgearbeitet und bekamen im neuen Haus einen Platz
- die tolle Lage der Villa: am Eingang der Altstadt direkt an der Rur
- wie abends indirektes Licht die freigelegten Wände und die alte Eiche in Szene setzt
- an kühlen Abenden den muckeligen Kaminofen anzuheizen – Holz liegt bereit
- dass die schönen alten Gussheizkörper nicht verschwanden, sondern neben Fußboden- und Wandheizung weiter ihren Dienst tun
- durch die handgefertigte historische Eichentür die „Lieblingszeit“, die kleinste der Wohnungen, zu betreten
- die neue, halbgewendelte Eichentreppe, die in der Maisonette „Zeitreise“ hinauf zu den Schlafräumen führt
- ein Daybed am Westfenster in der „Traumzeit“, wie gemacht für einen Nachmittag mit Buch – so schön, wenn warmes Licht hereinfällt
- dass Sandra und Oliver schon vor der Anreise eine persönliche Mappe mit ihren Lieblingsadressen für Café, Küche und Spaziergänge schicken
- zwischen Fels und Fluss zu wohnen, am ruhigen Rand der Altstadt – und doch nur wenige Schritte entfernt von Bäckerei, Kaffeerösterei und Senfmühle
Gut zu wissen:
- die drei Wohnungen sind einzeln buchbar: „Lieblingszeit“ (57 qm, 2 Gäste), „Traumzeit“ (110 qm, 4–5 Gäste) und die zweigeschossige Maisonette „Zeitreise“ (130 qm, 6 Gäste, eigene 70-qm-Gartenterrasse)
- Kinder sind willkommen: Babybett, Hochstuhl und ein „Zwergenkörbchen“ mit Spielsachen gibt es auf Anfrage
- in der Küche steht ein Starterpaket mit Kaffee, Tee, Gewürzen etc. bereit
- beheizt wird die Villa über eine CO₂-neutrale Pelletzentralheizung mit regionalen Holzpellets, der Strom stammt vollständig aus erneuerbaren Quellen
- gebaut wurde überwiegend mit Handwerksbetrieben aus der Region
- die Gastgeber wohnen selbst im Haus, in den ausgebauten Speicherebenen unterm Dach
- Monschau hat eine fast vollständig erhaltene Fachwerkaltstadt über der Rur – schiefergedeckte Häuser aus der Tuchmacherzeit des 17. und 18. Jahrhunderts
- sehenswert in der Altstadt: das Rote Haus (Tuchmacher-Museum mit berühmter freitragender Eichentreppe), die Glashütte mit Glasbläser-Vorführungen, die historische Senfmühle und die Burg über den Dächern
- gut gelegen für Tagesausflüge nach Aachen, Köln, Lüttich und Maastricht
- der Eifelsteig führt direkt am Haus vorbei; mit dem Rad geht es über die Vennbahn-Trasse oder den Rurufer-Radweg los, Nationalpark Eifel (mit Rangertouren) und Hohes Venn beginnen wenige Fahrminuten entfernt, der Rursee eignet sich zum Baden und Kajakfahren
- Fahrräder können in der Garage am Haus sicher abgestellt werden
- Anreise mit der Bahn: bis Aachen, von dort mit dem Schnellbus in rund einer Stunde bis in die Monschauer Altstadt
- Sandra und Oliver vermieten in Monschau außerdem das ebenfalls von ihnen renovierte, denkmalgeschützte Fachwerkhäuschen „Auszeit Monschau“
Ausstattung
- Drei Wohnungen: „Lieblingszeit" für 2 Gäste, „Traumzeit" für 4–5 Gäste und die zweigeschossige Maisonette „Zeitreise" für 6 Gäste
- WLAN
- Hunde sind auf Anfrage willkommen (15 € pro Nacht)
Sonstige Ausstattung
Preise
Ab 120 Euro pro Nacht
Kontakt & Buchung
Villa SeinerzeitEschbachstraße 33
52156 Monschau www.seinerzeit-monschau.de info@auszeit-monschau.de