Hotel Seebichl
„Kleiner Hügel über dem See“ heißt Seebichl aus dem Österreichischen übersetzt. Das mag recht traditionell klingen – doch das, was tatsächlich im Seebichl wartet, ist so ziemlich das Gegenteil davon. Der Tiroler Architekt Alfons Walde schuf einst dieses Haus, nicht ahnend, welch illustre Geschichte es noch vor sich hat. Unter anderem war es Filmlager von Leni Riefenstahl. Auch einen Brand hat es 1973 überstanden, allerdings musste es teilweise neu aufgebaut werden. Familie Witzmann machte es anschließend zum ersten Hotel Kitzbühels, dessen Zimmer durchweg mit richtigen Bädern ausgestattet war. Hier wuchsen die Brüder Sebastian und Max auf. Sie lebten frei, tobten sich aus, suchten fernab der Heimat das Abenteuer und kehrten mit jeder Menge neuer Flausen im Kopf zurück an den Ort ihrer Kindheit. Und dann begann das eigentliche Abenteuer: Gemeinsam weckten sie das Haus aus einer Art Dornröschenschlaf. Alles, was bis dahin in ihren Köpfen gereift war, fand nun Platz im Seebichl: gutes Design, eine radikal regionale Küchenkultur und ganz viel Liebe fürs Leben im Jetzt. Die Brüder schufen einen meisterlichen Gegenentwurf zum üblichen Alpentourismus der Hochglanzprospekte. Ihrem Hotel verpassten sie einen schwarzen Anstrich, sie entwarfen Möbel und Lampen, statteten die Räume mit Designklassikern, Vintage-Interieur und zeitgenössischer Kunst aus. Eine erfrischend schräge Mischung, die in Kitzbühel inzwischen längst zum Unikum geworden ist. Die eigensinnige Passion der Gastgeber ist in allen Ecken und Winkeln des Hotels zu spüren. Sie sorgt auch dafür, dass man sich hier fühlt, als wäre man bei guten Freunden zu Hause. Und so versteht es sich fast von selbst, dass man bald wiederkommen möchte. Einfach, weil es so schön ist.
Das mögen wir:
- die herrlich entspannte, unprätentiöse Atmosphäre
- wie man hier in den Tag startet und ihn wieder ausklingen lässt – beides geht ausgezeichnet in der grünen Bar, hier gibt es morgens ein Bar-Breakfast mit handverlesenen Zutaten aus der Region und abends den leckeren, hausgemachten Tonic
- im Seebichl Restaurant trifft man echte Genießer aus nah und fern an – das ist auch kein Wunder, denn dort werden solch Köstlichkeiten wie Rib-Eye-Tagliata oder Topfensoufflé kredenzt; ein Fest für die Sinne!
- für Schöngeister gibt es so einiges zu sehen: Die Zimmer sind ausgestattet mit teils handgefertigten Lärchenholzmöbeln, edlen Designklassikern und zeitgenössischen Kunstobjekten – fast wie im Museum, nur cooler
- der Designmix aus den 50ern, 60ern und 70ern mag auf den ersten Blick verwirren, macht aber den besonderen eklektischen Charme des Ganzen aus
- tritt man hinaus auf den Holzbalkon (alle Zimmer haben einen), eröffnet sich einem der sagenhafte Blick auf die Kitzbüheler Alpen, hier sollte man einen kurzen oder langen Moment verweilen, das Vogelgezwitscher und die herrlich frische Bergluft genießen
- das klassische Gasthaus mit blühendem lila Blumenschmuck wirkt von außen eher old school ist aber total hip
- Energie wird hier schon seit über 15 Jahren aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen
- auch vor dem Haus lässt es sich lässig sitzen – für den zweiten Kaffee, den ersten Gin Tonic oder um den Abend ausklingen zu lassen
- den beheizten Open-Air-Pool mit Sonnendeck, im Sommer und auch im Winter – und dazwischen sowieso!
- wenn man nach der Zirbenholz-Sauna in den Outdoor-Badewannen entspannt und auf den See und die Berge schaut, während man einen Tiroler-Kräuter-Tee schlürft
Gut zu wissen:
- die 26 Zimmer sind unterschiedliche groß und individuell eingerichtet, alle haben einen Balkon
- alle Gäste, die direkt über die Homepage buchen, bekommen die Zimmer zum Freundschaftspreis und nutzen sowohl den privaten Parkplatz direkt am Haus als auch den Shuttleservice zur Piste kostenfrei
- das Hotel ist für alle Gäste ab 16 Jahre (adults only)
- wer schon mal in Kitzbühel war, sollte alles Bekannte wieder vergessen und sich bei dem Besuch im Seebichl ganz unvoreingenommen noch mal auf alles neu einlassen; Gold wert, denn dieser Ort hält wirklich ein paar schöne Schätze bereit
- der künstlerische Geist des Hauses: das Haus wurde von dem österreichischen Maler Alfons Walde entworfen, der besonders für seine Wintersportmotive bekannt ist und das Leben sehr genossen hat; der Künstler war der Region sehr verbunden und hat auch das ikonische Kitzbühel-Logo mit der Gams entworfen, das bis heute verwendet werden
- im Sommer empfiehlt sich der sonnige Badestrand am Schwarzsee, ein Katzensprung, schon ist man da; einen Rucksack mit praktischem Outdoor-Teppich für den Picknick- oder Badeausflug kann man sich an der Rezeption leihen
- was keiner verpassen sollte: eine Radtour durch die Berge mit den kultigen KONA Bikes, die man sich unkompliziert leihen kann
- an den Restaurant-Ruhetagen sollte man unbedingt dem kleinen Schwesterlokal des Seebichl Restaurants im Zentrum (mit den Leihbikes 8 Minuten) einen Besuch abzustatten: www.hutschpferd.at – schrille Heimat himmlischer Schnitzelkunst und sonstiger österreichischer Küchenklassiker
- Gruppen sind willkommen und können im großen Meeting und Yoga Loft tagen, arbeiten, sich fortbilden, sich als Gruppe zusammenfinden oder Yoga machen – und es sich hinterher im Restaurant gutgehen lassen
- direkt vom Seebichl aus startet alle dreißig Minuten ein privater Skishuttle zur Piste, in fünf Minuten bringt er Gäste zur Gondel – die Tickets können gleich vor Ort gekauft werden
- Funfact: Die Witzmann brothers (wie die beiden Brüder gern auch genannt werden) haben sogar einen Kitzbühel-Guide erstellt – selbstverständlich nicht irgendeinen, sondern vermutlich der einzige, der spezielle Wanderrouten für Überambitionierte und Faulenzer umfasst und dann noch geheime Einkehrspots bereithält – aber: wir wollen ja nicht zu viel verraten …
Ausstattung
- 26 Zimmer für 1-4 Personen
- WLAN
- Sind willkommen (nach Absprache)
Preise
Ab ca. 160 € pro Nacht im Doppelzimmer